Vorsicht Tierheilpraktiker! - Das Buch

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Vorsicht Tierheilpraktiker! - Das Buch

Beitragvon value » 02.01.2010, 10:22

Hier mal ein Link (Link) zu einer Leseprobe von "Vorsicht Tierheilpraktiker!" Colin Goldner von der Tierschutzorganisation rage&reason

Beschreibung des Buches:
Der Beruf des „Tierheilpraktikers“ ist in keiner Weise reguliert: es gibt keine geregelte Aus- und Fortbildung, keine Qualitätskontrolle, keinen Schutz bei „Kunstfehlern“. Dabei ist das Angebot genauso groß (und unübersichtlich) wie auf dem Feld der „Humanheilpraktiker“. Colin Goldner wirft einen Blick auf diesen Beruf, die dort gepflegten Vorstellungen und den entstandenen Markt. Anhand ausgewählter Beispiele zeigt er die engen Grenzen solcher Behandlungsmöglichkeiten auf und ruft ins Bewußtsein, welch unvorstellbare Quacksalbereien dort an Tieren praktiziert werden. Das Buch soll die Strukturen dieser Szene aufzeigen sowie Tierhaltern Informationen geben, wie sie unseriöse Angebote erkennen (und meiden) können.
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Campino 2003:
"Man sollte die endlich wie jede andere Hardrock-Band behandeln. Ich bin der Meinung, dass man aufhören sollte die Onkelz immer darauf festzunageln, was vor 20 Jahren war..die werden angemacht für Texte, die sie mal vor 20 Jahren geschrieben haben, obwohl sie jetzt schon seit langer Zeit dagegen kämpfen. Ich denke, irgendwie sollte man das auch mal akzeptieren."
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Re: Vorsicht Tierheilpraktiker! - Das Buch

Beitragvon Addi49 » 02.01.2010, 11:25

Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Es gibt auch einen Überblick über die ganzen alternativen "Heilverfahren" die es so gibt. Wer sich mal über Bach-Blüten, Homöopathie und co informieren will, insbesonders welche sonderbaren Theorien dahinter stecken, ist mit diesem Buch bestens bedient.
Viele Grüße,

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Re: Vorsicht Tierheilpraktiker! - Das Buch

Beitragvon Jo0808 » 02.01.2010, 15:28

Es ist wie mit vielen Dingen im Leben - der Kopf ist nicht nur zum Haare schneiden da! :lol: Eine gesunde Skepsis sollte man sich immer gegenüber Heilpraktikern bewahren, insbesondere weil es so leicht ist, sich Heilpraktiker zu nennen. Man sollte immer Dinge hinterfragen, sich informieren und nicht alles glauben was so geredet und geschrieben wird. Es gibt leider sehr viele Scharlatane, die die Not/das Hilfesuchen anderer schamlos ausnutzen. Leider gibt es wahrscheinlich mehr Infos über diese als über Leute (auch Ärtzte), die die unterstützenden Wirkung von Heilkräutern aus der Natur zusätzlich zu klassischen Behandlungen empfehlen. Es ist schade, wenn diese über den selben Kamm geschert werden. Denn bewährte Mittel wie z.B. Traumel hat wohl schon fast jeder mal für seine Pieper zur Schmerztherapie, bei Muskelzerrung u.ä. bekomen. Ich vertraue da in jedem Fall meinem vk TA, wenn er Empfehlungen zur Gabe von Medis (ob chemisch oder aus der Natur) gibt.
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Re: Vorsicht Tierheilpraktiker! - Das Buch

Beitragvon value » 02.01.2010, 17:04

Bei Traumeel sieht die Sache auch etwas anders aus, da wurde die Wirksamkeit durch verschiedene klinische Studien belegt, was bei vielen anderen Sachen aber nicht so ist.


Was ich aber wirklich bedenklich finde sind diese "Empfehlungen" die in Foren immer wieder gemacht werden,
bei der Homöopathie wird ähnliches durch ähnliches geheilt(wenn ich es richtig verstanden habe), das setzt aber voraus das der "behandelnde" das Tier auch wirklich richtig diagnostiziert, das geht mit Sicherheit nicht wenn man hunderte von Kilometer entfernt an einem Rechner sitzt und sich Symptome von einem Laien erklären läßt.
Auch ist es für mich unverständlich wie jemand der von der Tiermedizin keine Ahnung hat, aufgrund mangelnder Ausbildung, eine Krankheit
richtig diagnostizieren will. Wenn ein Tierarzt was homöopathisches verschreibt, entweder aufgrund eigener Erfahrung oder weil er mit der klassischen Medizin nicht weiter kommt, ist das ja noch in Ordnung.

Nur weil ich mal in verschiedene Bücher geschaut habe kann ich noch lange nicht eine Krankheit richtig diagnostizieren und das ist das wirklich bedenkliche bei den ganzen(meisten) THP´s.
Da geht es doch wirklich nur um leicht verdientes Geld.
Bei uns gibt es ein Zoogeschäft das seit Jahren alle Arten von handaufgezogenen Sittichen und Papageien verkauft und die ist nun auch THP, ist natürlich praktisch wenn man seine "selbstversauten" teuer verkauften Vögel in Einzelhaltnug dann auch noch nen bischen Homöopathie verkaufen kann, weil das die Vögel krank und gestört sind liegt ja nicht an ihr, sondern am Halter.

Dann waren wir mal bei einer mit der wir jede Kleinigkeit vorher ausgiebig per Mail und Telefon besprochen haben und auch bilder hatte sie bekommen, weil wir uns nicht schlüssig waren ob es nun das richtige ist oder nicht, irgendwann haben wir uns gedacht ok probieren wir es und haben ein Termin gemacht. Wir waren dann maximal 5 Minuten im "Behandlungsraum" wo sie sich die Email nochmal durchgelesen hat, dann hat sie sich den Papagei angeschaut, aus 2 Meter Entfernung, ist nicht mal aufgestanden und hat uns dann mitgeteilt das sie ja eigentlich keine Ahnung hat ob wir nicht lieber zum Tierarzt gehen wollten, wir schauten uns nur an und sind aufgestanden, in dem Moment sagte die gute Frau dann auch: "Ok, ich bekomme dann von Ihnen 25 Euro"(Kopfschuss)

Dann waren wir noch bei einer die ihren in Einzelhaltung gehaltenen Vogel per Wasserpistole zum schweigen bringt damit die Nachbarn sich nicht beschweren, das ist übrigens eine die sich auf Vögel spezialisiert hat, außer Geld sind wir dort auch nichts losgeworden,
wir sind geheilt von Heilpraktiker :)
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Re: Vorsicht Tierheilpraktiker! - Das Buch

Beitragvon Addi49 » 02.01.2010, 18:35

Die Leseprobe ist wirklich informativ - wenn man sie denn liest. Dann würde einem auch auffallen, dass man Naturheilmittel nicht mit homöopathischen Mitteln gleichsetzen kann, zumindest dann nicht, wenn man pflanzliche Heilmittel meint. Es gibt eine ganze Reihe von Arzneimitteln, die aus Pflanzen hergestellt werden und über einen nachweislich hohen Grad an Wirksamkeit verfügen. Diese Mittel werden aber möglichst konzentriert gegeben, damit sie ihre therapeutische Wirksamkeit enwickeln können. Die Homöopathie arbeitet aber grundsätzlich mit Potenzen. Wobei es eigentlich mathematisch negative Potenzen sind, weil der ursprüngliche Stoff ja extrem verdünnt wird.
Ein vogelkundiger TA wird sicher Silymarin, den Wirkstoff aus der Mariendistel, in konzentrierter Form bei Leberproblemen verordnen. Sollte er aber z.B Carduus Marianus D12 verordnen wollen, würde ich mit Vogel zügig die Praxis verlassen.
Traumeel ist mW ein homöopathische "Kombipräparat". Ich habe zwar schon viel Reklame und Lobpreisungen der Hersteller drüber gefunden, aber noch nie einen wissenschaftlich seriösen Wirkungsnachweis. Und die begeisterten Berichte von Anwendern? Naja, zum Glück verfügen wir (und die Vögel) ja über Selbstheilkräfte die Schwellungen zurückgehen lassen, Wunden heilen und Schmerzen lindern. Auch ohne Traumeel (und wohl auch trotz Traumeel). Sonst wären wir (und die Vögel) wohl schon längst ausgestorben.
Viele Grüße,

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Re: Vorsicht Tierheilpraktiker! - Das Buch

Beitragvon value » 02.01.2010, 18:48

Addi49 hat geschrieben:Ob Traumeel ein bewährtes Mittel ist, weiß ich nicht. Ich habe zwar schon viel Reklame und Lobpreisungen der Hersteller drüber gefunden, aber noch nie einen wissenschaftlich seriösen Wirkungsnachweis.

Ob die wissenschaftlich seriös sind weiß ich nicht aber es gibt welche, siehe hier:

Hier und hier und hier
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Re: Vorsicht Tierheilpraktiker! - Das Buch

Beitragvon value » 02.01.2010, 18:56

Und nochmal hier

Es muss natürlich gesagt werden das es keinen wissenschaftlichen Test gibt der die Wirksamkeit bei Tieren bestätigt.

Ich bin mit eh nicht sicher ob die ganzen Naturheilmittel die in der Humanmedizin teilweise helfen, auch in der Tiermedizin anwenden kann/sollte, da Tiere alles doch anders vertragen als Menschen, zB die Avokado, fürn Menschen gesund, für die meisten Sittiche und Papageien giftig.
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Re: Vorsicht Tierheilpraktiker! - Das Buch

Beitragvon Addi49 » 03.01.2010, 07:11

Tja, eine chilenische Studie. Hört sich ja von der Durchführung recht wissenschaftlich an. Wer die Studie wohl finanziert hat?
Und dann: Traumeel ist ja wohl der Name für ein Sammelsurium unterschiedlicher Substanzen mit unterschiedlichen Potenzen. Wäre mal interessant, was denn da nun wirklich getestet wurde und in welcher Verdünnung.
Wie du schon geschrieben hast ist die 1:1 Übertragung bei alternativen Mitteln vom Menschen auf das Tier und dann auch noch auf Vögel und Reptilien auch sehr fragwürdig. Ein normaler, in der Regel nicht vogelkundiger Tierarzt kann einem Vogel ja schon großen Schaden zufügen, weil er Medikamente gibt, die Vögel schädigen können.
Viele Grüße,

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Re: Vorsicht Tierheilpraktiker! - Das Buch

Beitragvon Addi49 » 03.01.2010, 07:38

Die zweite Studie die du hier anführst (ich konnte nicht finden wo sie stattfand, habe ich aber vielleicht auch überlesen) ist mit 32 Patienten aber wohl zu klein, um statistisch relevante Ergebnisse zu liefern.

Übrigens: Ich finde, die Zeit um Beiträge zu editieren ist hier im Forum auch sehr knapp bemessen!
Viele Grüße,

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Re: Vorsicht Tierheilpraktiker! - Das Buch

Beitragvon Susi » 31.03.2010, 13:50

In dem Buch stehen ohne Frage eine ganze Reihe Fakten, die verwundern, erschrecken und einen hellhörig machen und die auch niemand gut findet. In Deutschland ist gerade was Titel und Ausbildungsgnge angeht so viel geregelt, dass man viele Informationen nicht glauben mag, wenn es wohl auch stimmt. Das goße ABER:

Die Abfälligkeit, mit der es die Methoden in Lächerliche zieht macht es in meinen Augen zu einer Hetzkampange gegen alle Tierhomöopathen - egal ob mit oder ohne Ausbildung. Von einem Sachbuch, als das ich es mir gewünscht hätte, ist es Lichtjahre entfernt. Genau aus diesem Grund hatte ich das Buch jedoch gekauft. Ich konnte es aber nicht einmal zu Ende lesen, weil ich den Schreibstil so völlig daneben finde.

Man kann über Homöopathie denken was man will und es ist klar, dass es genug Leute gibt, die das total lächerlich finden und sie ablehen. Da habe ich auch nichts gegen. Soll jeder tun und lassen was er für richtig hält.

Ein Buch aber als Sachbuch zu verkaufen, was definitiv keins ist, ist aber auch nicht in Ordnung.

Wenn ich Homöopathie einsetzen möchte, dann suche ich einen Tierhomöopathen und zwar am besten einen, der mir empfohlen wurde, weil er schon anderen geholfen hat. Macht man das nicht auch bei anderen Ärzten? Gibt es nicht auch Menschen, die Ahnung von einem Thema haben ohne einen Titel zu besitzen? Oder Menschen, die einen Titel besitzen und null Ahnung haben? Oder auch Ärzte, die einfach nur gut oder schlecht sind?
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Re: Vorsicht Tierheilpraktiker! - Das Buch

Beitragvon Spaky » 31.03.2010, 15:50

Der Punkt ist ja, dass Ärzte zumindest eine Ausbildung genossen haben und zahlreiche Prüfungen über einen Zeitraum von mindestens 5 Jahren bestanden haben MÜSSEN, um sich schließlich Arzt nennen zu dürfen.

Bei Tierheilpraktikern ist das alles nicht nötig, um seinen Schein zu bekommen, und die Methoden sind fragwürdig. Ich glaube, ich würde höchstens einer homöopathischen Behandlung zustimmen, sofern sie mir von einem TA vorgeschlagen wird- da hab ich zumindest nicht das Gefühl, dass Scharlatanerie betrieben wird.
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Re: Vorsicht Tierheilpraktiker! - Das Buch

Beitragvon Susi » 31.03.2010, 16:14

Nö, das ist hier doch gar nicht der Punkt, das bezweifele ich ja auch gar nicht, wenn du mal meinen ersten Absatz liest. Es geht doch um das Buch, so sagt zumindest der Titel.

Kennst du das Buch? Hast du es mal angelesen? Findest du das auch sachlich, wie Addi (hat er mir an anderer Stelle mitgeteilt)? Ich nicht!

Goldner spricht ständig von "substanzlosem Geschwätz", "herummuksen", "Möchtegerns", "herumdilettieren", "Schalatane", "Beutelschneider", "Volksverdummer", um nur einige verwendete Begriffe zu nennen. Er trägt so viel Abscheu gegen die Verfahren und Ausbildungswege in sich, dass von neutral und sachlich leider keine Rede sein kann. Und ein so unsachliches Buch zu empfehlen möchte ich nicht unterstützen.

Um eine grundsätzliche Homöopathiediskussion ging es mir nicht. Das führt eh zu nichts außer Ärger und daran ist mir nicht gelegen ;).
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Re: Vorsicht Tierheilpraktiker! - Das Buch

Beitragvon value » 01.04.2010, 07:53

Susi hat geschrieben:Goldner spricht ständig von "substanzlosem Geschwätz", "herummuksen", "Möchtegerns", "herumdilettieren", "Schalatane", "Beutelschneider", "Volksverdummer", um nur einige verwendete Begriffe zu nennen. Er trägt so viel Abscheu gegen die Verfahren und Ausbildungswege in sich, dass von neutral und sachlich leider keine Rede sein kann. Und ein so unsachliches Buch zu empfehlen möchte ich nicht unterstützen.


Aber viele sind aber wirklich so, wenn jemand der Null Ahnung von der Tiermedizin hat auf kranke Tiere losgelassen wird, wie soll man die dann nennen.
Wie soll so jemand richtig einschätzen können was dem Tier wirklich fehlt und bei jedem Tier äußert sich eine Krankheit anders.


Wir waren schon bei mehreren Heilpraktiker, weil die Schulmedizin nicht helfen konnte dachten wir das das vielleicht klappen könnt.
Übrigends ging es um einen rupfenden Papagei.
Wir haben mit der fast zwei Wochen jede Kleinigkeit per Mail und telefon durchgekaut, sie hat Bilder bekommen usw.......
Das waren Seiten lange Emails,
dann haben wir ein Termin gemacht, es hatte uns zwar nicht wirklich gepasst das wir im Hochsommer bei 35 Grad den Papagei am Nachmittag ins Auto packen sollten, aber gut, wir haben es gemacht und sind hin, ca 3/4 Std gefahren.
Dort dann ins Wartezimmer, nen Moment gewartet und sie hat uns rein gebeten, sie setzt sich hinter den Schreibtisch, schaut den Vogel an, nach kurzen Durchatmen sagt sie ne da könnte sie nichts machen.
Für die nicht mal 5 Minuten haben wir dann 25 Euro bezahlt.
Wie würdest du sowas nennen?
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Re: Vorsicht Tierheilpraktiker! - Das Buch

Beitragvon value » 01.04.2010, 07:55

Ich seh grad, das hatte ich weiter oben auch schon geschrieben...naja egal
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Re: Vorsicht Tierheilpraktiker! - Das Buch

Beitragvon Susi » 01.04.2010, 12:34

Hi,

hmm, worüber sprechen wir denn nun, über das Buch oder über die Qualität bestimmter Tierheilpraktiker? Mir geht es um die Qualität dieses Buches.

Es steht für mich außer Frage, dass es auch schlechte Tierheilpraktiker gibt, genauso wie es schlechte Ärzte gibt. Du bist ohne Frage wohl an ein schwarzes Schaf geraten. Wie bist du denn auf sie gekommen? Wurde dir so jemand als gut empfohlen? Du kannst mir den Namen ja mal per PN schicken, das würe mich interessieren. Ich kann gut verstehen, dass du nach diesem Erlebnis keine weiteren Experimente machen möchtest. Das finde ich auch o.k., aber diesen Thread habe ich nicht als Erfahrungsaustausch verstanden, sondern als Empfehlung des Buches. Oder habe ich das missverstanden?

Hast du das Buch gelesen oder nur diese Leseprobe?

Wer es liest und das gut findet, hat sich in meinen Augen seine Meinung längst vorher gebildet hat und findet dann dort natürlich ein tolle Bestätigung und jemanden, der den Hass auf die ganze Zunft teilt.

Wer sich einfach sachlich mit dem Thema beschäftigen will, um sich selbst ein Urteil bilden zu können, ob er so etwas überhaupt mal ausprobieren möchte, ist mit dem Buch mehr als schlecht bedient. Vor diesem Hintergrund habe ich es gekauft und man kann ja nun nicht gerade sagen, dass es günstig ist. Es stehen auch genug Fakten drin, keine Frage und es stehen einem in genügend Punkten die Haare zu Berge, aber er ist so krass in seiner Ausdrucksweise, dass ich es mindestens genauso unterste Schublade finde, wie echte Scharlatane, die mit den Emotionen und Sorgen von Tierhaltern spielen.

Noch ein Tipp: Mal den Namen des Autors googeln und lesen was die "pro Homöopathie"- Seite zu ihm schreibt. Man weiß dann zwar nicht mehr was man glauben soll, aber da ich das Buch eh ungünstig finde, um sich für oder gegen den Besuch eines Tierheilpraktikers zu entscheiden, weil es einfach zu einseitig ist, ist es vielleicht auch recht erfrischend :D.

Ach ja und auf dem letzten Leipziger Tierärztekongress gab es eine große Diskussion unter den Ärzten zu dem Thema:
http://www.tieraerztekongress.de/LeMMon ... recht.html
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Re: Vorsicht Tierheilpraktiker! - Das Buch

Beitragvon Spaky » 01.04.2010, 17:52

Ich hatte die Leseprobe gelesen und fands sehr erfrischend. Auch wichtig, dass da mal aufgeführt wird, WIE die zweifelhafte Wirksamkeit der Mittel getestet wird. Als Naturwissenschaftler, der ich bin, stehen mir da schon die Haare zu Berge.
Das heißt jetzt nicht dass ich total festgefahren in meiner Meinung wäre; ich bin selber auch schon mal bei einer Heilpraktikerin gewesen.

Dennoch kritisiere ich sehr, dass Tierheilpraktiker quasi keine Ausbildung genießen. Und das sagt das Buch mal klar an. Und ich bin ein Freund von klaren Ansagen, vor allem, wenn sie begründet sind.
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Re: Vorsicht Tierheilpraktiker! - Das Buch

Beitragvon Susi » 01.04.2010, 19:22

Spaky hat geschrieben:Dennoch kritisiere ich sehr, dass Tierheilpraktiker quasi keine Ausbildung genießen. Und das sagt das Buch mal klar an. Und ich bin ein Freund von klaren Ansagen, vor allem, wenn sie begründet sind.

Ja, das hast du recht. Das finde ich auch Haarstreubend, aber es ist sachlogisch. Da man den Tierheilkraktikern und ihren Praktiken keine Wirkung zubilligt, da man sie eben mit wissenschaftlichen Methoden nicht nachweisen kann, richten sie auch keinen Schaden an. Und was keinen Schaden anrichtet, kann auch jeder ohne Ausbildung tun. Wobei man als Heilpraktiker für den Menschen ja doch wieder eine Ausbildung braucht, so dass man dem Braten wohl doch nicht so ganz traut :hysterisch:.

Würde man es verbieten wollen oder eine Ausbildung fordern, müsste man ja eine Wirkung unterstellen. Da beißt sich dann die Katze in den Schwanz. Maximal der "Verbraucherschutz" könnte sich da quer stellen. Aber die interessieren sich nicht für die Belange von Tieren, nur für die der Menschen.

Das man die Wirkung von Homöopathie nicht mit den typischen Kontrollgruppenmethoden nachweisen kann, wie wir es aus den Medikamententests kennen, liegt in der Natur der Sache. Bei verschiedenen Menschen mit den gleichen Symptomen werden durch die Homöopathie nicht die Symptome behandelt, sondern die jeweiligen erkannten Ursachen (klar, hier schumzeln nun wieder einige :-D ). Die Ursachen können bei gleichen Symptomen aber vielfältig sein, so dass bei unterschiedlichen Menschen mit gleichen Symptomen und unterschiedlichen Ursachen, unterschiedliche Mittel gegeben werden müssen. Aber das würden die Tests, wie wir Medikamente testen gar nicht zulassen. Und von daher wird man an dem Punkt "wissenschaftlicher Nachweis" auch nicht weiter kommen.

Unabhängig von der Homöopathie gibt es ja auch eine Reihe anderer Methoden und Verfahren, die sich auch für mich wirklich seltsam anhören. Ich würde auch nicht alles ausprobieren, aber ich möchte es eben auch nicht gleich als Quatsch abtun. Es gibt viele Dinge zwischen Himmel und Erde, die wir nicht verstehen und dennoch sind sie nicht immer falsch. Immerhin gab es Zeiten, wo man Menschen umgebracht hat, die behaupteten, die Erde sei keine Scheibe, sondern eine Kugel.
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Re: Vorsicht Tierheilpraktiker! - Das Buch

Beitragvon value » 02.04.2010, 14:20

Susi hat geschrieben:hmm, worüber sprechen wir denn nun, über das Buch oder über die Qualität bestimmter Tierheilpraktiker? Mir geht es um die Qualität dieses Buches.

Es geht um beides, weil es irgendwie zusammen gehört

Es steht für mich außer Frage, dass es auch schlechte Tierheilpraktiker gibt, genauso wie es schlechte Ärzte gibt. Du bist ohne Frage wohl an ein schwarzes Schaf geraten.

Wenn es nur die eine gewesen wäre, dann würde ich unter Umständen vielleicht anders denken, aber insgesamt haben wir zu 5 Thp's Kontakt gehabt und bei allen war es der gleiche Reinfall, bei einer haben wir sogar ein vielfaches von den oben genannten Betrag gelassen. Und wir haben festgestellt das außer furchtbar viel Gelabber nichts bei rum kommt.
Wenn jemand sich einbildet das sein Vogel krank(oder was weiß ich) ist und dann zu eine THP geht, dann wird ihm bestimmt geholfen, mit nem bisschen guten Willen kann man sich dann nämlich auch einbilden das sein Vogel wieder gesund ist nach dem man die Rechnung bezahlt hat.

Wie bist du denn auf sie gekommen? Wurde dir so jemand als gut empfohlen?

Bei der ersten die mit den 25 Euro, weiß ich nicht mehr wie wir an die gekommen sind, die andere wird in allen möglichen Zeitschriften hochgelobt und hält auch Vorträge und ist spezialisiert auf Vögel(lach). Dann noch eine die mit Papageien zu tun hat.
Die drei Namen kann ich dir schicken, bei den anderen muss ich schauen ob ich die Namen noch finde, ist schon paar Jahre her
Ich kann gut verstehen, dass du nach diesem Erlebnis keine weiteren Experimente machen möchtest.

Wie schon gesagt es war ja nicht nur das eine "Erlebnis" und 5mal daneben greifen??
Das finde ich auch o.k., aber diesen Thread habe ich nicht als Erfahrungsaustausch verstanden, sondern als Empfehlung des Buches.

Die Empfehlung des Buches resultiert aus unserer Erfahrung.

Tierärzte die sich auf Ziervögel spezialisieren haben es schon sehr schwer eine Diagnose zu stellen und Symptome richtig zu deuten und die haben meist eine jahrelange Berufserfahrung....
Und dann kommt ein THP daher, der der eine Tierarztpraxis vielleicht nur von außen kennt und will eine Diagnose stellen???
Nach unseren Erfahrungen ist das ein Scherz.
Und das Buch bestätigt uns nun noch mehr.


Susi hat geschrieben:Da man den Tierheilkraktikern und ihren Praktiken keine Wirkung zubilligt, da man sie eben mit wissenschaftlichen Methoden nicht nachweisen kann, richten sie auch keinen Schaden an. Und was keinen Schaden anrichtet, kann auch jeder ohne Ausbildung tun.

Bist du davon hundertprozentig überzeugt? Das es keine Schaden an richten kann?

offtopic: Was ich aber noch viel schlimmer find sind diese Möchtegern Heilpraktiker die in den Foren ihr Unwesen treiben und meinen da mal nen paar "Kräuter" da mal nen "Tröpfchen" und hier mal paar Globoli verteilen zu müssen ohne irgendwas über den Vogel zu wissen, außer die ein zwei Sätze die man im Thread lesen tut.
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